Chemie im Essen kann Ihre Gesundheit gefährden
 
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DR. WATSON Recherche:
DR. WATSON auf Anti-Aging-Recherche in Kalifornien / Teil 2
Echtes Essen hält jung
Von Hans-Ulrich Grimm
Beim Weltkongress der Altersforscher diese Woche in San Francisco ging es natürlich auch ums Essen, und wie es Falten und Verfall bremsen kann. Vitaminbomben? Proteinschocks? Eher nicht. Ein Geheimtipp unter Forschern sind zum Beispiel: Heidelbeeren. Oder ganz allgemein: Echtes Essen. Über sensationelle Erkenntnisse berichtete hier ausgerechnet eine Professorin namens Maggi. Stefania Maggi. DR. WATSON bat sie nach ihrem Vortrag zum Interview.
Mit natürlicher Nahrung das Alter ausbremsen: Professorin Stefania Maggi (rechts) und DR. WATSON-Redakteur Hans-Ulrich Grimm.

Mit natürlicher Nahrung das Alter ausbremsen: Professorin Stefania Maggi (rechts) und DR. WATSON-Redakteur Hans-Ulrich Grimm.
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Die Ernährung ist natürlich so ziemlich das Wichtigste im Kampf gegen Falten, für Fitness und Frische. Auch der 21. Weltkongress der internationalen Vereinigung der Altersforscher IAGG (International Association of Gerontology and Geriatrics) zum Themas „Globales Altern und Gesundheit“ in San Francisco beschäftigte sich deshalb in dieser Woche damit, und den neuesten Forschungsergebnissen dazu.

Ist ja auch klar: Wenn das Auto erst mal ein Wrack ist, wenn der Rost sich durchgefressen hat, den Rahmen durchlöchert, dann wird es schwer, es wieder in einen taufrischen Zustand zurückzuversetzen. Besser, wenn der Verfall früh aufgehalten wird.

Der Körper hat praktischerweise die Reparaturtrupps gleich an Bord, die Verschleißerscheinungen gleich ausbessern. Das geht aber nur, wenn die nötigen Werkzeuge an Bord sind.

Hilfreich sind zum Beispiel: Blaubeeren. Auch dazu gab es ein Symposion, in Raum 2024. Sinniger Titel: „Blau gegen Grau“. Untertitel: „Mögliche Gesundheitsvorteile von Heidelbeeren für erfolgreiches Altern.“ Die Beeren sollen wichtige Waffen sein im Kampf gegen Alzheimer, gegen Herzkrankheiten, für bessere Beweglichkeit. Und das läge an den Inhaltsstoffen, etwa den sogenannten Anthocyanen, die für die Farbe sorgen, und die zu den Polyphenolen gehören. Solche Stoffe sind auch in Zwiebeln enthalten, aber auch in Kaffee, Walnüssen, Wein.

Es muss aber jetzt nicht jeder Polyphenole bunkern. Oder als Hobby-Chemiker den eigenen Körper aufrüsten. Es muss auch niemand seine Blutwerte analysieren, oder gar sein Gen-Profil. Es geht auch einfacher. Ohne Kalorienzählen, auch ohne ideologische Kämpfe um Kohlenhydrate und Fette, oder Bösewichte wie Zucker.

Man kann auch mit ganz einfachen Methoden an den ganz zentralen Schaltstellen ansetzen. Den sogenannten Telomeren. Die brachten es sogar schon zu Nobelpreiswürden, im Jahr 2009.

Telomere, das sind die Lebensfäden in der Zelle. Mit jedem Tag des Lebens werden sie kürzer. Fast Food beschleunigt das noch. Und damit das Altern, die Falten, die grauen Haare, die nahende Gebrechlichkeit.

Es gibt auch noch keine Methode, sie wieder wachsen zu lassen, wenn sie erstmal geschrumpft sind.

Aber, und das ist jetzt die Sensation: Die traditionelle Ernährung, jenseits von Fast Food, ohne Chemie, mit natürlichen Zutaten, kann den Prozess bremsen.

In der globalen Forschergemeinde läuft das unter der Bezeichnung: Mediterrane Ernährung. Also die Ernährungsweise, die seit Urzeiten rund ums Mittelmeer praktiziert wird. Die ist mittlerweile der Hit unter den fortschrittlichen Ernährungskundlern. Wie das die Gesundheit fördert, dazu gibt es bergeweise wissenschaftliche Studien, und es kommen praktisch stündlich neue dazu.

Die Methode ist extrem wirksam, gegen so gut wie alle Zivilisationskrankheiten. Da sind sich sogar ausnahmsweise alle Experten einig.

Was bisher nicht bekannt war: Dass diese Form der natürlichen Ernährung auch die Verkürzung der Telomere bremsen kann. Und so das Altern aufhalten.

Darüber berichtete Stefania Maggi, Professorin an der Universität von Padua in Italien, im Raum 2014, einem der turnhallengroßen Versammlungsräume im Kongresszentrum in San Francisco. Sie hatte auch schon ein Forschungsprogramm der Weltgesundheitsorganisation WHO übers Altern koordiniert, ist Generaldirektorin der Stiftung für Mediterrane Ernährung, und Direktorin des Nationalen Forschungsrats Italiens zum Thema Altern in Padua.

Sie ist eher klein, ziemlich dynamisch und lustig, hat kurze graue Haare und trägt, als italienische Frau mit Stil, ein buntes Designerteil mit den typischen gezackten Mustern von Missoni.

DR. WATSON hat sie nach Ihrem Vortrag kurz zum Interview getroffen.

DR. WATSON: „Frau Professor Maggi, verhilft die Mediterrane Ernährung wirklich zu einem langen und gesunden Leben?“

Prof. Maggi: „Ja, so ist es. Wir hatten ja schon ganz starke Beweise, durch viele Beobachtungsstudien, über die Auswirkungen der Mediterranen Ernährung auf die Gesundheit, auf die meisten unserer chronischen Erkrankungen.“

DR. WATSON: „Und jetzt wissen Sie auch, auf welche Weise sie wirkt?“

Prof. Maggi: „Ich glaube, das große Thema ist die Auswirkung auf die Entzündungen. Die haben, wie Sie wissen, große Bedeutung für die chronischen Erkrankungen. Und die Mediterrane Ernährung verhindert diese Entzündungen.“

DR. WATSON: „Und sie kann sogar das Alter bremsen.“

Prof. Maggi: „Nun haben wir auch die biologischen Beweise dafür, wie das geschieht, über die Mechanismen. Und im Zentrum steht das, was die Forscher herausgefunden haben über die Auswirkungen auf die Länge der Telomere. Die Mediterrane Ernährung bremst die Verkürzung. Dafür gibt es in der Tat Beweise.“

DR. WATSON: „Ein Kollege von Ihnen fragte, wie man die Leute von der Mediterranen Ernährung überzeugen könne.“

Prof. Maggi: „Genau. Dabei ist das eigentlich ganz einfach.“

DR. WATSON: „Weil es gut schmeckt, und gut für die Gesundheit ist.“

Prof. Maggi: „In der Tat. Die Zutaten sind sehr gut. Und es ist ganz einfach, sich danach zu richten. Weil Sie ja nicht alles messen müssen, was Sie essen.“

DR. WATSON: „Keine Kalorienzählerei. Keine Nährstoffrechnerei. Einfach das essen, was die Menschen schon immer gegessen haben.“

Prof. Maggi: „Es gibt keine strikte Regeln. Deshalb ist es ganz einfach, sich danach zu richten. Und wenn Sie mal eine Pizza essen wollen, dann essen Sie halt eine Pizza. Das Problem ist nur, dass trotz der Erkenntnisse, die die Forscher darüber haben, die Informationen darüber in der breiten Bevölkerung immer noch fehlen.“

DR. WATSON: „Es mögen vielleicht auch nicht alle Menschen auf der Welt Zucchini und Olivenöl, Antipasti und Falafel essen...“

Prof. Maggi: „Die kulturellen Gegebenheiten, die Sie in Italien oder in Griechenland vorfinden, sind natürlich ganz andere als in Finnland oder Norwegen.“

DR. WATSON: „Es gibt es ja auch schon wissenschaftliche Erkenntnisse über die nordische Ernährung, oder die brasilianische. Oder die chinesische. All die natürlichen, traditionellen Ernährungsweisen im kulturellen und geographischen Kontext....“

Prof. Maggi: „Das ist der nächste Schritt, den wir gehen müssen: diese Ernährungsweisen zu vergleichen, um zu sehen, wie die genetischen und die kulturellen Gegebenheiten mit der jeweiligen Nahrung und den Auswirkungen auf die Gesundheit zusammenzubringen sind. Die wichtigste Sache ist, dass die Haupt-Zutaten in unserer Ernährung Gemüse sind, Vollkorn, natürliche Zutaten...“

DR. WATSON: „Keine Chemie. Und vielleicht ein bisschen Wein, im passenden kulturellen Kontext.“

Prof. Maggi: „Ein bisschen Wein, absolut, natürlich.“

DR. WATSON: „Frau Professorin Maggi, vielen Dank für das Gespräch.“

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