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21.07.2026

DR. WATSON exklusiv

Lieber dem Profit dienen als der Wahrheit

Wie man als Mediziner Krankheiten produziert und gut daran verdient: ein Lehrstück


Erst den Zucker verharmlosen, so das Übergewicht fördern und die „Zuckerkrankheit“ Diabetes, dann zum berühmten Spezialisten dafür werden, und schließlich die teuren Medikamente propagieren. Ein feiner Professor. Kommt uns teuer zu stehen.



Gerade hat er mehr Geld für die Pharmaindustrie gefordert. Die Politik müsse endlich „liefern“. Die Krankenkassen sollen zahlen. Auch die teuren Abnehmspritzen. Weil die Betroffenen doch so sehr „unter der Adipositas leiden“, klagt Hans Hauner, Professor in München, Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und des wissenschaftlichen Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, in der Süddeutschen Zeitung. 

 

Was sie verschweigt: Dass der feine Professor auch beim berühmtesten Profiteur auf der Payroll steht, im „Advisory Board“ sitzt vom Ozempic-Konzern Novo Nordisk, der 30 Milliarden Euro im Jahr macht mit jenen Abnehm-Arzneien, die der Professor jetzt propagiert.

 

Zuvor fördert er jahrzehntelang das Übergewicht, behauptet wahrheitswidrig: „Es gibt keine Zuckersucht.“

 

Oder gar, es gebe „keinen Beleg für einen Zusammenhang zwischen zuckerreicher Ernährung und Übergewicht.“ Und zwar in einem Werbeblättchen, das Coca-Cola an Journalisten verschicken lässt. Vom Lobbyverband der Softdrink-Industrie, mit Pepsi, Red Bull. Capri Sonne. Und dem größten deutschen Hersteller von „Aroma“. Das ebenfalls dick macht.

 

Der Professor nimmt auch Geld von Nestlé, Danone, Dr.Oetker. Also genau von jenen Konzernen, die Übergewicht produzieren. Und er fördert so die Krankheit, für die er zum prominenten Spezialisten wird: die „Zuckerkrankheit“ Diabetes.

 

„Die perfekte Krankheit“, schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung einmal: „Diabetes ist für Pharmakonzerne Gold wert“. Geschätzte 100 Milliarden bringt sie jährlich. 

 

Unser Professor lebt auch gut davon: Sponsor für seinen Lehrstuhl ist ein Konzern namens Fresenius, der 20 Milliarden Euro im Jahr mit Kranken verdient, „einschließlich Diabetes“, wie die KI weiß.

 

Dabei könnte die Krankheit ganz schnell verschwinden: durch bessere Ernährung. „Unglaublich aber wahr“, staunte ein anderer deutscher Professor: „Es ist möglich, den Diabetes binnen einer Woche zu heilen“.

 

Das will nur niemand. Außer dem Patienten vielleicht. Der aber ist heute eine wichtige Ressource, fürs Medizinbusiness, die Professoren und ihre Sponsoren).

 

Wäre ja noch schöner, wenn der einfach gesund wird!

 

Mehr über korrupte Professoren, über Nahrung, die uns dick macht - und was dagegen hilft: 

 

Hans-Ulrich Grimm

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