Rösti

Knusprig, goldgelb. Feiner Geschmack. Die Faszination des Einfachen. Wobei: Auch beim Schweizer Nationalgericht gibt es verschiedene Glaubensrichtungen und Philosophien. Welche Kartoffelsorte, ob roh oder gekocht, in Butter gebraten, nein, in Schmalz, um Gottes Willen, wenn, dann nur im ausgelassenen Fett einer Schweinebacke! Wir nehmen einfach die Kartoffeln von gestern, eine kleine, beschichtete Pfanne, und Öl. Worauf es dann ankommt: Nervenstärke. Die Kartoffeln, wenn sie erst mal drin sind, einfach sein lassen, ungestört, ohne Herumgerühre. Wer Ohren hat zu hören, der bemerkt nach ein paar Minuten ein leises Knistern, nur nicht ungeduldig werden, jetzt wird es knusprig, das kann schon noch etwas dauern. Dann kommt die Wende, und noch einmal ist Geduld angesagt. Und dann sind sie so weit: Klassischerweise gibt es dazu Zürcher Geschnetzeltes. Oder Ei, vielleicht ein bisschen Bauchspeck. Oder gar nichts: Denn wahre Röstifreunde essen sie pur.

Rezept

4 Portionen
40 Minuten
Einfach

Zutaten

  • 500g Pellkartoffeln (festkochend)
  • Salz
  • Öl

Tools

  • Pfanne
  • Deckel
  • Schüssel
  • Reibe

Zubereitung

  1. Kartoffeln schälen und in eine Schüssel reiben. Dabei leicht salzen.
  2. Öl in die Pfanne geben. Geriebene Kartoffeln dazu. Die Garzeit hängt von der Menge ab: Bei vier Zentimetern Höhe sind es jetzt erst mal etwa 20 Minuten, bei schwacher Hitze, mit Deckel. Äußeres Zeichen: Am Rand werden die Kartoffeln leicht braun.
  3. Jetzt die Wende: Pfanne umdrehen, Röstifladen auf den Deckel fallen und dann sanft in die Pfanne gleiten lassen. Nun noch zehn Minuten ohne Deckel braten, bis sie knusprig ist. Servieren.