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Ingwer



Ingwer hat in Europa eine Karriere als gleichsam universelles Gesundheitsgewürz erfahren, wird auch in Teemischungen eingesetzt und in Wellnessdrinks. Als Zutat wie als Nahrungsergänzungsmittel soll er die Verdauung fördern und die Fettverdauung verbessern, gegen Übelkeit jeder Art helfen, auf Reisen oder in der Chemotherapie. Zahlreiche Wirkungen sind auch wissenschaftlich seriös belegt.



Seine wärmenden, reinigenden, leicht abführenden Eigenschaften nutzt die traditionelle chinesische und indische Medizin seit Jahrtausenden. Auch im Westen war Ingwer früher schon einmal berühmt: Im 12. Jahrhundert etwa empfahl ihn die später heiliggesprochene Äbtissin Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) gegen Magenschmerzen, Verstopfung und Appetitmangel.



Ingwerwurzel kann frisch gegessen oder in Gerichten und zu Tees verkocht werden, Ingwerpulver wird aus der getrockneten Wurzel hergestellt. Den charakteristischen scharfen Geschmack bestimmen die Hauptwirkstoffe der Pflanze, das Zingiberol und Shogaol, sie gelten als sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Schärfe bewahrt normalerweise vor einer Überdosis Ingwer, bei Kapseln wird der natürliche Schutzmechanismus ausgeschaltet.

Große Mengen Ingwer können zu Herzproblemen und Störungen der Blutgerinnung und des Hormonhaushaltes führen.

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! Hinweis

Das DR. WATSON Lexikon gibt keine medizinischen Ratschläge oder Empfehlungen. Das DR. WATSON Lexikon informiert über Nahrungsmittel – unabhängig, wissenschaftlich fundiert, verständlich. Und immer mit einer klaren Perspektive: Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Konsumenten.

Das DR. WATSON Lexikon betrachtet auch die Rolle der Ernährungssysteme, auf der einen Seite die großen Konzerne mit der globalen industriellen Einheitskost, auf der anderen Seite die kleinen Bauern, Gärtner, Köche, die traditionelle Ernährung, etwa die mediterrane Kost, die als Königsweg gilt zu einem gesunden und langen Leben.

Es informiert über die Auswirkungen der Nahrungsmittel auf den menschlichen Organismus, insbesondere über die Folgen deren industrielle Produktion, auch auf, die Umwelt, den Planeten.

Das ist das neue Paradigma bei der Bewertung: Der Grad der Entfernung von der Natur.

Immer mehr Fachleute in aller Welt sehen dies als wesentliches Kriterium bei der Frage nach dem gesundheitlichen Wert der Lebensmittel.

Denn es ist ein großer Unterschied, ob ein Erdbeerjoghurt selbst gemacht wird, mit frischen Früchten, oder ob er aus dem Plastikbecher kommt. Und die Tiefkühlpizza ist ein völlig anderes Nahrungsmittel als das traditionelle Vorbild. Auch bei den Vitaminen ist es wichtig, ob sie aus einem Apfel kommen, oder aus der Corn-Flakes-Packung, oder gar als Pille aus der Apotheke, dem Drogeriemarkt oder dem Internet.

Es geht im 21. Jahrhundert nicht mehr bloß um Kalorien, um Nährstoffe und Schadstoffe, Viren und Bakterien, um Zucker, Fett, Vitamine.

Es geht auch um die Chemie im Essen, um Kollateralschäden der industriellen Produktion, sogar um die Verbindungen von Medien und einflussreichen Fachleuten zu Industriekonzernen – und um allfällige Schieflagen im Expertenurteil, die bei Konsumenten zu Fehlentscheidungen bei der Nahrungsauswahl und damit zu Gesundheitsproblemen führen können.

Das DR. WATSON Lexikon zeigt die Folgen der industriellen Herstellung von Nahrung –auch für die Gesellschaft, die einen immer größeren Aufwand treiben muss, um die zunehmende Krankheitslast zu bewältigen.

Die Industrialisierung der Nahrung hat auch Auswirkungen auf die Psyche, das Wohlbefinden, die individuelle Leistungsfähigkeit und das Verhalten.

Die industrielle Nahrungsproduktion stellt eine epochale Veränderung dar, nach Ansicht mancher Experten vergleichbar mit den Umwälzungen in jener Zeit, als die Menschen sesshaft wurden.

Es geht um uns alle, ganz persönlich, auch um unsere Kinder, deren Zukunft, die ganze Gesellschaft, sogar um die Tiere, die unter der Entfremdung von den natürlichen Grundlagen ebenfalls leiden.

Mehr Wissen über diese Veränderungen – und was sie für mich bedeuten: Das DR. WATSON Lexikon liefert die nötigen Informationen – und damit wertvolle Anregungen für den Weg aus der industriellen Ernährungsfalle.