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Hamburger

Der Hamburger gilt vielen als Inbegriff ungesunden Essens, begründet wird dies mit wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Gesundheitsfolgen der Zutaten und regelmäßigen Verzehrs von Fastfood. Der schlechte Ruf in gesundheitsbewussten Kreisen speist sich vor allem aus kulturkritischen Motiven, hat aber auch eine materielle Basis. Die Herkunft der einzelnen Teile ist nicht zu erkennen, für Haltbarkeit und standardisierte Qualität sorgen Chemikalien. Ein Hamburger ist ein komplexes Kunstprodukt, was  unter anderem für Probleme sorgt bei der Ursachenforschung im Falle von Allergien oder bei Bakterienbefall, etwa mit EHEC. Der Hamburger gilt als ultra-verarbeitete Nahrung und damit als Risikofaktor für zahlreiche Zivilisationskrankheiten.

 

Zwar besteht der Hamburger im Kern beim Marktführer McDonald’s nach Unternehmensangaben aus 100 Prozent Rinderhackfleisch. Doch darum gruppieren sich zahlreiche Problemzutaten:  Im Brötchen etwa neben Glukose-Fruktose-Sirup (Fruktose) die rein künstlichen Designerstoffe E471 (Mono- und Diclyceride von Speisefettsäuren), und E472e (Diacetylweinsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren), sowie E481 (Natriumsteaoryl-2-Lactylat).

 

 Sogar die Gurkenscheibe ist chemisch verstärkt, mit einem „Festigungsmittel“ (E509), einem Konservierungsstoff (E202), und einem „natürlichen“ Aroma. Wenn noch Käse draufkommt, dann wird noch ein „natürliches“ Käse-Aroma draufgeschlagen, der Designerstoff Natriumcitrat (E331) und die zahn- und hirnschädliche Zitronensäure (E330).

 

Die Komplexität des Hamburgers hat auch zur Folge, dass bei Erkrankungen die Ursache für Infektionen nur schwer festzustellen ist, etwa mit den sogenannten EHEC-Bakterien etwa vom Typ E.coli 0157:H7, die im Jahre 1982 zum ersten Mal in einem Hamburger von McDonald’s festgestellt wurden.

 

Sie können im Extremfall zum Tode führen – doch wie sie in den Hamburger hineingeraten sind, lässt sich oft kaum noch feststellen. Denn das Fleisch für den Hamburger wird zerhackt, vermengt, neu vermischt, schließlich geformt und verschickt. Da ist vom Ur-Rind im Endprodukt kaum noch eine Spur zu finden.

 

So kommt es regelmäßig zu gigantischen Rückrufaktionen wegen der Killer-Bazille. Der bisher größte Rückruf fand 1997 statt: Die Herstellerfirma musste 25 Millionen Pfund Fleisch zurückrufen – 100 Millionen Hamburger-Klopse.

 

Der Hamburger zählt auch zu den Spitzenreitern bei den altersbeschleunigenden Problemelementen, die vor allem bei der fabrikmäßigen Erhitzung von Fertignahrung entstehen den sogenannten Advanced Glycation End Products (AGEs).

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Immer mehr Fachleute in aller Welt sehen dies als wesentliches Kriterium bei der Frage nach dem gesundheitlichen Wert der Lebensmittel.

Denn es ist ein großer Unterschied, ob ein Erdbeerjoghurt selbst gemacht wird, mit frischen Früchten, oder ob er aus dem Plastikbecher kommt. Und die Tiefkühlpizza ist ein völlig anderes Nahrungsmittel als das traditionelle Vorbild. Auch bei den Vitaminen ist es wichtig, ob sie aus einem Apfel kommen, oder aus der Corn-Flakes-Packung, oder gar als Pille aus der Apotheke, dem Drogeriemarkt oder dem Internet.

Es geht im 21. Jahrhundert nicht mehr bloß um Kalorien, um Nährstoffe und Schadstoffe, Viren und Bakterien, um Zucker, Fett, Vitamine.

Es geht auch um die Chemie im Essen, um Kollateralschäden der industriellen Produktion, sogar um die Verbindungen von Medien und einflussreichen Fachleuten zu Industriekonzernen – und um allfällige Schieflagen im Expertenurteil, die bei Konsumenten zu Fehlentscheidungen bei der Nahrungsauswahl und damit zu Gesundheitsproblemen führen können.

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Die Industrialisierung der Nahrung hat auch Auswirkungen auf die Psyche, das Wohlbefinden, die individuelle Leistungsfähigkeit und das Verhalten.

Die industrielle Nahrungsproduktion stellt eine epochale Veränderung dar, nach Ansicht mancher Experten vergleichbar mit den Umwälzungen in jener Zeit, als die Menschen sesshaft wurden.

Es geht um uns alle, ganz persönlich, auch um unsere Kinder, deren Zukunft, die ganze Gesellschaft, sogar um die Tiere, die unter der Entfremdung von den natürlichen Grundlagen ebenfalls leiden.

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