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Isoleucin

Isoleucin ist eine essentielle Aminosäure, also ein Eiweißbaustein, den der Körper nicht selbst herstellen kann. Isoleucin kann zur Energiegewinnung im Muskel genutzt werden, beworben wird es vor allem für Ausdauersportler, es gilt als hilfreich bei anderen längeren Anstrengungen und in Hungerphasen, wann immer der Körper auf eigene Reserven zurückgreift. Es soll den Muskel aufbauen und ihm gleichzeitig Energie geben, außerdem die Abwehrkräfte unterstützen. Als Nahrungsergänzungsmittel werden oft mehrere essentielle Aminosäuren in einem  Pulver kombiniert, dann wird mit dem optimalen Verhältnis der Eiweißbausteine zueinander geworben.


Die Einschätzungen des Tagesbedarfs für gesunde Erwachsene reichen von 7,5 bis 28 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Als Mittelwert werden 1,4 Gramm pro Tag empfohlen.

Ein gesundheitlicher Mehrwert durch mehr Isoleucin ist indessen wissenschaftlich nicht bewiesen. Eiweiß wie Isoleucin sollte nach Ansicht von Medizinern nicht in beliebiger Menge verzehrt werden, als oberer Grenzwert gelten zwei Gramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, mehr schadet den Nieren.



Wenig Isoleucin verzehren sollten die Menschen, die an der sogenannten Ahornsirupkrankheit leiden. Sie können Isoleucin und zwei weitere Aminosäuren nicht ausreichend abbauen. Weil der Körper diese Eiweißbausteine aber trotzdem braucht, muss auf eine dem Bedarf möglichst exakt angepasste Zufuhr
dieser drei geachtet werden. Diese Erkrankung ist selten und angeboren, sie besteht in einer Enzym-Störung, die Aminosäuren und ihre unvollständigen Abbauprodukte (2-Keto-3-Methylvaleriansäure) reichern sich im Körper an, eines davon riecht ähnlich wie Ahornsirup, daher der Name.



Natürlicherweise kommt dieser Eiweißbaustein in Fleisch und Wurst, Fisch und Meeresfrüchten vor. Vegetarier versorgen sich aus Milchprodukten, Eiern, Bohnen, Erbsen, Linsen, Mais sowie Cashewkernen oder Nüssen. Auch Vollkornprodukte, vor allem Weizen, Hafer, Hirse, Buchweizen und Dinkel, sind relativ reich an dieser Aminosäure. Sogar Schokolade, Cornflakes, Brot und Kekse können Isoleucin liefern.

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Das DR. WATSON Lexikon gibt keine medizinischen Ratschläge oder Empfehlungen. Das DR. WATSON Lexikon informiert über Nahrungsmittel – unabhängig, wissenschaftlich fundiert, verständlich. Und immer mit einer klaren Perspektive: Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Konsumenten.

Das DR. WATSON Lexikon betrachtet auch die Rolle der Ernährungssysteme, auf der einen Seite die großen Konzerne mit der globalen industriellen Einheitskost, auf der anderen Seite die kleinen Bauern, Gärtner, Köche, die traditionelle Ernährung, etwa die mediterrane Kost, die als Königsweg gilt zu einem gesunden und langen Leben.

Es informiert über die Auswirkungen der Nahrungsmittel auf den menschlichen Organismus, insbesondere über die Folgen deren industrielle Produktion, auch auf, die Umwelt, den Planeten.

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Immer mehr Fachleute in aller Welt sehen dies als wesentliches Kriterium bei der Frage nach dem gesundheitlichen Wert der Lebensmittel.

Denn es ist ein großer Unterschied, ob ein Erdbeerjoghurt selbst gemacht wird, mit frischen Früchten, oder ob er aus dem Plastikbecher kommt. Und die Tiefkühlpizza ist ein völlig anderes Nahrungsmittel als das traditionelle Vorbild. Auch bei den Vitaminen ist es wichtig, ob sie aus einem Apfel kommen, oder aus der Corn-Flakes-Packung, oder gar als Pille aus der Apotheke, dem Drogeriemarkt oder dem Internet.

Es geht im 21. Jahrhundert nicht mehr bloß um Kalorien, um Nährstoffe und Schadstoffe, Viren und Bakterien, um Zucker, Fett, Vitamine.

Es geht auch um die Chemie im Essen, um Kollateralschäden der industriellen Produktion, sogar um die Verbindungen von Medien und einflussreichen Fachleuten zu Industriekonzernen – und um allfällige Schieflagen im Expertenurteil, die bei Konsumenten zu Fehlentscheidungen bei der Nahrungsauswahl und damit zu Gesundheitsproblemen führen können.

Das DR. WATSON Lexikon zeigt die Folgen der industriellen Herstellung von Nahrung –auch für die Gesellschaft, die einen immer größeren Aufwand treiben muss, um die zunehmende Krankheitslast zu bewältigen.

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