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Kartoffelpüree

Kartoffelpüree aus der Tüte ist sehr beliebt, weil es angeblich so schnell zubereitet werden kann. Allerdings enthält es weit weniger Vitamine, dafür oft mitunter minderwertige Fette und zudem viele Zusatzstoffe mit fragwürdigen Effekten. Vor allem Kinder verzehren davon weit mehr, als gut für sie ist. Dabei ist die Ersparnis an Lebenszeit nicht wesentlich, es geht jedes Mal nur um Minuten, und der Genussverlust ist erheblich.

 

Ebenso der Vitaminschwund: So ergaben beispielsweise Messungen eines Hamburger Lebensmittellabors, dass hausgemachtes Kartoffelpüree doppelt so viel Vitamin C enthielt (6 Milligramm pro 100 Gramm) wie das klassische industrielle Pulverpüree (3 Milligramm). Auch ein Bio-Püree (Bio) enthielt, fertig angerührt, nur 3 Milligramm, exakt genauso wenig wie das übliche konventionelle Supermarktprodukt.

 

Dass das Öko-Püree vitaminmäßig auch nicht besser ist, begründete der Bio-Hersteller auf Anfrage damit, dass »die Verarbeitungstechnologie nahezu identisch ist«.

 

Vor allem für Kinder sind die gesundheitlichen Nachteile durch Fertigpüree erheblich, finden Fachleute vom Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung: »Frisch gekochte Kartoffeln sind Fertigprodukten vorzuziehen. Püree sollte deshalb aus Kartoffeln selbst zubereitet werden.«

 

Wie üblich sparen die Konzerne auch hier an den Inhaltsstoffen. Die Stiftung Warentest übte nach einer Untersuchung herbe Kritik an einem der Produkte: »Hinter dem deklarierten ›feinen Buttergeschmack‹ spürten unsere Sensorikexperten zugesetztes Butteraroma deutlich fremdartiger Ausprägung auf. Die Analyse im Labor zeigte dann: Das verwendete Aroma ist nicht natürlich und auch von schlechter Qualität.“

 

Und außerdem gebe es von „feiner Milch- und Butternote“ keine Spur: Das Erzeugnis sei “mit Magermilchpulver hergestellt und statt echter Butter wird pflanzliches Fett eingesetzt.«

 

Die Stiftung Warentest fand auch noch andere riskante Inhaltsstoffe: Die sogenannten Transfette beispielsweise, die als heimliche Dickmacher gelten und auch das Risiko für Herzkrankheiten sowie die Zuckerkrankheit Diabetes erhöhen können.

 

Bei einer anderen Untersuchung spürte die Stiftung Warentest auch Hormonstörer etwa in Kartoffelpüree in Babygläschen auf.

 

Hinzu kommen Zusatzstoffe, mitunter sogar der umstrittene Geschmacksverstärker Glutamat. Auch Designerstoffe wie etwa die sogenannten Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren, (E471) oder sogar die gefürchteten Phosphate (E450, E340), die das Altern beschleunigen können. Oder Zitronensäure (E330), die zu Erosionsschäden an den Zähnen und erhöhter Aufnahme von Aluminium im Gehirn führen.

 

Am wichtigsten aber und am folgenreichsten sind wohl die sogenannten Sulfite zumeist Natriummetabisulfit (E223).

 

Sulfite sind Schwefelverbindungen, die Bauchschmerzen, Kopfweh, aber auch Übelkeit und sogar Asthmaanfälle hervorrufen können. Zudem lassen sie Bakterien vom Typ Desulfovibrio wachsen, die den Darm von innen her angreifen können. Folge: Das sogenannte Leaky-Gut-Syndrom.

 

Dadurch können Schadstoffe, Allergene, Krankheitserreger leichter ins Körperinnere vordringen, zugleich kann sogar die sogenannte Blut-Hirn-Schranke durchbrochen werden.

 

Kinder verzehren von diesen Sulfiten nach einer EU-Untersuchung bis zum Zwölffachen dessen, was ihnen guttut.

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Immer mehr Fachleute in aller Welt sehen dies als wesentliches Kriterium bei der Frage nach dem gesundheitlichen Wert der Lebensmittel.

Denn es ist ein großer Unterschied, ob ein Erdbeerjoghurt selbst gemacht wird, mit frischen Früchten, oder ob er aus dem Plastikbecher kommt. Und die Tiefkühlpizza ist ein völlig anderes Nahrungsmittel als das traditionelle Vorbild. Auch bei den Vitaminen ist es wichtig, ob sie aus einem Apfel kommen, oder aus der Corn-Flakes-Packung, oder gar als Pille aus der Apotheke, dem Drogeriemarkt oder dem Internet.

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Das DR. WATSON Lexikon zeigt die Folgen der industriellen Herstellung von Nahrung –auch für die Gesellschaft, die einen immer größeren Aufwand treiben muss, um die zunehmende Krankheitslast zu bewältigen.

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Die industrielle Nahrungsproduktion stellt eine epochale Veränderung dar, nach Ansicht mancher Experten vergleichbar mit den Umwälzungen in jener Zeit, als die Menschen sesshaft wurden.

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