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Salmonellen

Salmonellen sind die prominentesten Krankheitserreger aus dem Schweine- und dem Hühnerstall. Sie gedeihen besonders prächtig in der Massentierhaltung. Erleichtert wird die Vermehrung auch durch industrielle Kantinenbetriebe (Catering). Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten und Kreuzfahrtschiffe sind daher auffällig häufig Übertragungsorte für die Keime. Salmonellen führen zu Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen, Fieber und Abgeschlagenheit.

 

Die Salmonellose war lange die häufigste Erkrankung durch verseuchte Nahrungsmittel. Mittlerweile sinken die Erkrankungsraten, zugunsten des aufstrebenden Keims Campylobacter.

 

Erleichtert wird die Verbreitung der Keime durch die Globalisierung und die Massentierhaltung, auch durch die Industrialisierung der Großverpflege durch konzernmäßig organisiertes Catering.

 

Häufig betroffen sind deshalb Menschen in Einrichtungen der Kollektivverpflegung, etwa auf Schiffen, in Kindertagesstätten oder Ganztagesschulen beliefert. Mitunter trifft es Krankenhäuser und Senioreneinrichtungen.

 

Im Jahr 2009 reichte eine australische Familie eine 10-Millionen-Dollar-Klage gegen die US-Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken ein: Die elfjährige Tochter hatte vier Jahre zuvor einen salmonellenverseuchten »Chicken Twister Wrap« gegessen und saß fortan hirngeschädigt im Rollstuhl. KFC wies die Vorwürfe zurück.

 

Einer der größten Ausbrüche von Salmonellenvergiftung fand 1994 in den USA statt: Im Spätsommer jenes Jahres häuft en sich im Südosten des US-Bundesstaats Minnesota Vergiftungen mit Salmonellen.

 

Bald trafen Meldungen aus anderen US-Bundesstaaten ein. Tag um Tag, Woche um Woche vermehrten sich die Fälle. Überall in den Vereinigten Staaten traten Vergiftungen mit Salmonella enteritidis auf. Insgesamt waren es schließlich 224 000 Fälle – die größte Epidemie, die weltweit jemals bekannt geworden war.

 

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Das DR. WATSON Lexikon gibt keine medizinischen Ratschläge oder Empfehlungen. Das DR. WATSON Lexikon informiert über Nahrungsmittel – unabhängig, wissenschaftlich fundiert, verständlich. Und immer mit einer klaren Perspektive: Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Konsumenten.

Das DR. WATSON Lexikon betrachtet auch die Rolle der Ernährungssysteme, auf der einen Seite die großen Konzerne mit der globalen industriellen Einheitskost, auf der anderen Seite die kleinen Bauern, Gärtner, Köche, die traditionelle Ernährung, etwa die mediterrane Kost, die als Königsweg gilt zu einem gesunden und langen Leben.

Es informiert über die Auswirkungen der Nahrungsmittel auf den menschlichen Organismus, insbesondere über die Folgen deren industrielle Produktion, auch auf, die Umwelt, den Planeten.

Das ist das neue Paradigma bei der Bewertung: Der Grad der Entfernung von der Natur.

Immer mehr Fachleute in aller Welt sehen dies als wesentliches Kriterium bei der Frage nach dem gesundheitlichen Wert der Lebensmittel.

Denn es ist ein großer Unterschied, ob ein Erdbeerjoghurt selbst gemacht wird, mit frischen Früchten, oder ob er aus dem Plastikbecher kommt. Und die Tiefkühlpizza ist ein völlig anderes Nahrungsmittel als das traditionelle Vorbild. Auch bei den Vitaminen ist es wichtig, ob sie aus einem Apfel kommen, oder aus der Corn-Flakes-Packung, oder gar als Pille aus der Apotheke, dem Drogeriemarkt oder dem Internet.

Es geht im 21. Jahrhundert nicht mehr bloß um Kalorien, um Nährstoffe und Schadstoffe, Viren und Bakterien, um Zucker, Fett, Vitamine.

Es geht auch um die Chemie im Essen, um Kollateralschäden der industriellen Produktion, sogar um die Verbindungen von Medien und einflussreichen Fachleuten zu Industriekonzernen – und um allfällige Schieflagen im Expertenurteil, die bei Konsumenten zu Fehlentscheidungen bei der Nahrungsauswahl und damit zu Gesundheitsproblemen führen können.

Das DR. WATSON Lexikon zeigt die Folgen der industriellen Herstellung von Nahrung –auch für die Gesellschaft, die einen immer größeren Aufwand treiben muss, um die zunehmende Krankheitslast zu bewältigen.

Die Industrialisierung der Nahrung hat auch Auswirkungen auf die Psyche, das Wohlbefinden, die individuelle Leistungsfähigkeit und das Verhalten.

Die industrielle Nahrungsproduktion stellt eine epochale Veränderung dar, nach Ansicht mancher Experten vergleichbar mit den Umwälzungen in jener Zeit, als die Menschen sesshaft wurden.

Es geht um uns alle, ganz persönlich, auch um unsere Kinder, deren Zukunft, die ganze Gesellschaft, sogar um die Tiere, die unter der Entfremdung von den natürlichen Grundlagen ebenfalls leiden.

Mehr Wissen über diese Veränderungen – und was sie für mich bedeuten: Das DR. WATSON Lexikon liefert die nötigen Informationen – und damit wertvolle Anregungen für den Weg aus der industriellen Ernährungsfalle.