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Rohmilch

Rohmilch galt lange als gefährlich, wegen möglicher Keimbelastung, insbesondere mit sogenannten EHEC-Bakterien. Mittlerweile hat sich das Bild etwas gewandelt, vor allem seit den sogenannten Bauernhofstudien, die gezeigt haben, dass Kinder, die auf traditionellen Farmen aufwachsen, im Stall spielen und Rohmilch trinken, gesünder sind, immunstärker, und seltener Allergien haben. Bei diesen Studien kam es auch zu keinerlei bakteriellen Zwischenfällen, vor allem weil es ganz kurze Wege waren zwischen Kuh und Kind.

 

Mittlerweile gab es viele Studien in Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen Ländern mit tausenden Kindern, die die Vorzüge der Rohmilch und des Lebens auf dem Bauernhof nachgewiesen haben.

 

So werden Säuglinge, die rohe Kuhmilch bekommen, seltener krank als ihre Altersgenossen, die H-Milch bekommen. Die rohe Kuhmilch schütze Kinder vor Atemwegsinfekten, Fieber und Mittelohrentzündung, wie eine europaweite Studie unter der Leitung der  Professorin Erika von Mutius von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München zeigte, veröffentlicht im Journal of Allergy and Clinical Immunology.

 

Die Studie bestätigt damit die neuen Erkenntnisse über die zerstörerischen Einfluss der Erhitzung auf wertvolle Inhaltsstoffe der Milch: „Die unterschiedlich schützenden Effekte der Milchtypen beruhen vermutlich auf bestimmten hitzeempfindlichen Inhaltsstoffen der Milch. Vor allem bei Atemwegsinfekten und Mittelohrentzündung scheinen Inhaltsstoffe, die in Rohmilch vorkommen, aber nicht in erhitzter Milch, eine tragende Rolle zu spielen“, sagt Georg Loss, der Sprecher der Studiengruppe.

 

Kinder von Bauern, die Rohmilch tranken, hatten auch signifikant mehr T-Zellen im Blut, die wichtig sind fürs Immunsystem. Das ergab eine internationale Studie unter Leitung der LMU-Biologin Anna Lluis. Die in Rohmilch noch vorhandenen Bakterien sollen außerdem die Verdauung fördern, das Immunsystem stärken, womöglich kann Rohmilch sogar bei Autoimmunerkrankungen helfen, und vielleicht sogar bei Arthritis, Arteriosklerose und Krebs.

 

Da Rohmilch jedoch auch Krankheitserreger enthalten könne und ihr Verzehr daher ein „hohes gesundheitliches Risiko“ berge, raten eigentlich sämtliche Experten vom Rohmilchgenuss und sogar vom Bauernhofbesuch ab: „Hier droht eine erhebliche Infektionsgefahr“, so der Münchner Professor Berthold Koletzko.

 

Bei den Bauernhofstudien hatte es nach Aussage von beteiligten Wissenschaftlern keine bakteriellen Probleme gegeben, allerdings waren es ja auch kurze Wege vom Stall bis zum Genuss.

 

Viele Bauern verkaufen sie auch direkt ab Hof, oft sogar im Automaten direkt ab Bauernhof.

 

Für die, denen das zu riskant ist, sei Rohmilchkäse eine gute Alternative, um die schützenden Inhaltsstoffe aufzunehmen, meinen die Experten.

 

Oder eben Milch, die näher am natürlichen Kuh-Produkt ist, und in der gesundheitlichen Hierarchie weiter oben stehen.  Auch selbstgemachter Brei statt steriler industrieller Babygläschen kann die Immunstärke verbessern.

 

Die Rohmilch-Forscher allerdings sehen schon ein Geschäftsmodell: Sie wollen die immunstärkenden Elemente mit einer Schmutzimpfung verabreichen, haben sich sogar schon einen „Stallstaub-Extrakt zum Schutz vor Allergien“ patentieren lassen.

 

 

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Es informiert über die Auswirkungen der Nahrungsmittel auf den menschlichen Organismus, insbesondere über die Folgen deren industrielle Produktion, auch auf, die Umwelt, den Planeten.

 

Das ist das neue Paradigma bei der Bewertung: Der Grad der Entfernung von der Natur.

 

Immer mehr Fachleute in aller Welt sehen dies als wesentliches Kriterium bei der Frage nach dem gesundheitlichen Wert der Lebensmittel.

 

Denn es ist ein großer Unterschied, ob ein Erdbeerjoghurt selbst gemacht wird, mit frischen Früchten, oder ob er aus dem Plastikbecher kommt. Oder die Pizza: Da ist die Tiefkühlvariante ein völlig anderes Nahrungsmittel als das traditionelle Vorbild. Auch bei den Vitaminen ist es wichtig, ob sie aus einem Apfel kommen, oder aus der Corn-Flakes-Packung, oder gar als Pille aus der Apotheke, dem Drogeriemarkt oder dem Internet.

 

Es geht im 21. Jahrhundert nicht mehr bloß um Kalorien, um Nährstoffe und Schadstoffe, Viren und Bakterien, um Zucker, Fett, Vitamine.

 

Es geht auch um die Chemie im Essen, um Kollateralschäden der industriellen Produktion, sogar um die Verbindungen von Medien und einflussreichen Fachleuten zu Industriekonzernen – und um allfällige Schieflagen im Expertenurteil, die bei Konsumenten zu Fehlentscheidungen bei der Nahrungsauswahl und damit zu Gesundheitsproblemen führen können.

 

Das DR. WATSON Lexikon zeigt die Folgen der industriellen Herstellung von Nahrung – auch für die Gesellschaft, die einen immer größeren Aufwand treiben muss, um die zunehmende Krankheitslast zu bewältigen.

 

Die Industrialisierung der Nahrung hat auch Auswirkungen auf das Gehirn, die Psyche, das Wohlbefinden, die intellektuelle Leistungsfähigkeit und das Verhalten.

 

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Es geht um uns alle, ganz persönlich, auch um unsere Kinder, deren Zukunft, die ganze Gesellschaft, sogar um die Tiere, die unter der Entfremdung von den natürlichen Grundlagen ebenfalls leiden.

 

Mehr Wissen über diese Veränderungen – und was sie für mich bedeuten: Das DR. WATSON Lexikon liefert die nötigen Informationen – und damit wertvolle Anregungen für den Weg aus der industriellen Ernährungsfalle.

 

DR. WATSON informiert auch über die Auswirkungen von chemischen Zusatzstoffen auf den Organismus, auf die Gesundheit, detalliert und ausführlich in einer eigenen Datenbank.

 

Offiziell gelten sie als unbedenklich. Doch es kommt natürlich auf die verzehrten Mengen an. Die steigen seit Jahrzehnten steil an - und damit auch die Risiken.

 

So stehen etwa Geschmacksverstärker wie Glutamat in Verdacht, zu Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson beizutragen. Farbstoffe können zu Hyperaktivität und Lernstörungen führen (ADHS). Auch Migräne kann von Lebensmittelzusätzen ausgelöst werden. Süßstoffe wie Aspartam stehen sogar unter Krebsverdacht. Konservierungsstoffe können den Darm schädigen und das Immunsystem stören. Zitronensäure kann die Zähne angreifen, außerdem schädliche Metalle wie Aluminium ins Gehirn transportieren. Industrielles Aroma kann dick machen. Phosphate können den Alterungsprozess beschleunigen und Krankheiten früher auftreten lassen wie Herzleiden, Bluthochdruck, die Knochenschwäche Osteoporose.

 

Überraschenderweise können sich die Effekte der einzelnen Chemikalien durch die gemeinsame Verabreichung vervielfachen. Das zeigte unter anderem eine Studie der Universität Liverpool mit den zwei Farbstoffen E104 (Chinolingelb) und E133 (Brillantblau), dem Geschmacksverstärker Glutamat (E621), und der Süßstoff Aspartam (E951).

 

Das Ergebnis: Die schädliche Wirkung der Zusatzstoffe auf das Gehirn (Neurotoxizität) addierte sich nicht, wie zu erwarten wäre, sondern vervielfachte sich. Eine Mischung aus dem blauen Farbstoff E133 und Glutamat (E621) etwa bremste das Zellwachstum nicht, wie zu erwarten gewesen wäre, um 15,8 Prozent, sondern um 46,1 Prozent. Eins und eins ist bei Zusatzstoffen also nicht gleich zwei, sondern mitunter auch sechs.

 

DR. WATSON informiert natürlich auch über die Alternativen. Über Bio-Lebensmittel, die Vorzüge klassischer Ernährungssysteme mit kleinen Bauern, Gärtnern, Köchen, die traditionelle Ernährung, etwa die mediterrane Kost, die als Königsweg gilt zu einem gesunden und langen Leben.

 

Und DR. WATSON berichtet über Neues und Spannendes aus der Welt der Lebensmittel und der Ernährung, in den DR. WATSON NEWS.